Bestimmt haben Sie mit Michael Naseband schon mal zu Abend gegessen. Womöglich schaut er Ihnen beim Bügeln zu. Vielleicht ist er dabei, wenn Ihre Kinder Schulaufgaben machen oder Ihr Mann auf die Champions’ League wartet. So oder so: Sie kennen diesen Glatzkopf. Denn seit Herbst 2003 ist Michael fast jeden Abend auf Hausbesuch in Millionen deutscher Wohnzimmer: Als Hauptdarsteller der SAT.1-Serie K11 – KOMMISSARE IM EINSATZ.

1965 in Düsseldorf geboren wollte der Sohn eines Bauleiters erst Profisportler werden, dann Architekt – um die Schule schließlich nach der 10. Klasse zu schmeißen und eine Ausbildung bei der Polizei zu machen. Es folgten ein paar Jahre im Streifendienst. Dann wechselte Michael zur Kripo und bekämpfte als Zivilfahnder Drogen- und Straßenkriminalität.

Doch das war dem leidenschaftlichen Motorradfahrer nicht genug. Also beschloss Michael mit 29, erneut die Schulbank zu drücken, machte erst das Fachabitur und dann sein Diplom als Verwaltungswirt. Als frisch gebackener Kriminalkommissar war er danach in seiner geliebten Heimatstadt Düsseldorf für Raub- und Tötungsdelikte zuständig.

Michael wäre jedoch nicht Michael – hätte er nicht schon bald die nächste Herausforderung gesucht. 2001 bewarb er sich für eine UN-Mission im Kosovo. Im harten Auswahlverfahren setzte er sich gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durch und arbeitete anschließend ein Jahr als Polizeichef am Flughafen Pristina. Eine Erfahrung, die den Vater eines mittlerweile erwachsenen Sohnes in vielerlei Hinsicht geprägt hat.

2003, zurück in der Heimat, erfuhr Michael vom Casting-Aufruf der CONSTANTIN ENTERTAINMENT. Damals war Scripted Reality etwas Brandneues. Und dass das Fernsehen "echte" Kommissare sucht, hat den Schimanski-Fan sofort interessiert. Zumal er in der Vergangenheit bereits ein bisschen Medienluft schnuppern durfte – als Experte bei "Aktenzeichen XY". Und obwohl das Casting eigentlich abgeschlossen war, ergatterte Michael die begehrte Rolle. Und so drehte der damals 38-jährige als Partner von Alexandra Rietz die erste Folge der SAT.1-Serie K11. Der Rest ist Geschichte...

Aus dem Piloten wurde eine Staffel, aus der Staffel wurden acht - und so jagt Michael bis heute, in inzwischen über 1.700 Folgen, regelmäßig in der Access-Primetime Verbrecher – und bis zu fünf Millionen Deutsche sehen ihm dabei zu.

Und wenn er nicht gerade für K11 im Einsatz ist, dann schreibt er ("Leben und Leben lassen", 2003, erschienen im Gerhard-Hess-Verlag). Oder stellt bei FORT BOYARD, CLEVER, POCHER und anderen Shows seine Schlagfertigkeit unter Beweis.

Michael Naseband